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Einige interessante Dinge über Parfum

Warum Parfum so teuer ist...

Wussten Sie schon, dass ein handelsübliches Eau de Parfüm (incl. Flacon) nur einen durchschnittlichen Materialwert von meist unter 5,00 EUR/100 ml hat?

Nun, wie erklären sich dann die hohen Preise der teuren Markenparfüms?


Dazu erst einmal zum Parfüm selbst:

Parfüm besteht aus Wasser, Alkohol und einem gewissen Anteil an Parfümöl. Parfümöl besteht aus pflanzlichen und teilweise tierischen Extrakten und Duftstoffen, die zu einer Duftkomposition zusammengefügt, der Grundstoff aller Parfüms ist. Je nach Parfümölanteil darf sich das Produkt entweder "Eau de Toilette" (unter 8%), "Eau de Parfum" (8-15%) oder gar "Parfum" (ab 15%) nennen. Wasser und Alkohol kosten nur wenige Pfennige und Parfümöl kostet den Hersteller beim Parfumeur pro Flasche Eau de Parfüm zwischen 20 ct und 70 ct (je nach Inhalt). Nun tut der Hersteller nichts anderes, als diese 3 Grundprodukte in bestimmten Anteilen zu vermischen und in die Flaschen abzufüllen. Kaum einer der grossen und bekannten Parfümhersteller leistet es sich aus Kostengründen heute noch, eigene Parfumeure zu beschäftigen. In den allermeisten Fällen wird das Endprodukt auch nicht in den auf der Verpackung angegebenen Orten (Paris, New York, Rom...) hergestellt, sondern oft in Lizenz in den Ländern, in denen es dann auch vertrieben wird und dort auch mit einheimischen Grundstoffen. Das teuerste an einer Flasche Eau de Parfum ist also vom Material her gesehen, die Verpackung.

Dies ist schon einmal sehr interessant, erklärt aber noch immer nicht
die hohen Preise für die Endprodukte:

Ein Markenparfüm braucht zuerst einmal ein Image und damit einen Namen. Oft haben die Namensgeber mit dem Produkt nicht viel mehr zu tun, als dass sie Geld dafür bekommen (in 2stelliger Mio$-Höhe), dass sie dem Produkt ihren Namen leihen, was die einzelne Flasche bereits um 10 EUR verteuern kann. Dann gehört dazu noch eine ausgeklügelte weltweite Werbekampagne mit Werbespots, die oft viele Mio $ an Produktionskosten verschlingen, dann die Tantiemen für Ausstrahlung im TV-Programm oder im Kino, ganz abgesehen von teuren ganzseitigen Anzeigen in Illustrierten. Präsentationen finden weltweit immer in den teuersten Luxushotels statt, um den Vertrieb erst einmal anzukurbeln. Dann kommen am Schluss noch die Transportkosten, die Handelsspannen bei Gross- und Einzelhändler und schliesslich die Steuern hinzu und wir zahlen manchmal sogar weit über 100 EUR für ein Produkt, welches weitaus weniger Wert hat.

Gibt es einen Ausweg aus dieser Preisspirale?

Den gibt es tatsächlich!
Stellen wir uns einmal vor, wir können annähernd alle der teuren Kostenfaktoren eliminieren und verzichten auf den teuren Markennamen, verzichten auf die sündhaft teure Werbung, verzichten auf die weltweiten Präsentationen und auch noch auf die mehrmaligen Transportkosten zu den einzelnen Stationen und klammern auch noch den Grosshandel aus...

Im Direktverkauf ist das möglich

das heisst; die auf originalen Rohstoffen basierenden Düfte werden direkt beim Hersteller abgefüllt und über den Direktvertrieb an den Endverbraucher abgegeben. Hochwertige Düfte zu konkurrenzlos günstigen Preisen sind so möglich. Was bleibt, sind also nur die Kosten für ein wirklich attraktives Vertriebssystem und Endpreise für den Verbraucher, die teilweise um über 70% niedriger sind, als Markenprodukte.

Warum es auch preiswert geht...

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