Die
Herren emanzipieren sich!

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Männer
sind eitel und heute gehört der Herrenduft ebenso zum Mann,
wie das Parfum zur Frau. Ernst Hemingway sähe es mit Grausen,
denn er forderte einst: Ein Mann hat verdammt noch mal
nach nichts zu riechen als nach sich selbst.
Der moderne
Mann denkt da ganz anders und greift zum Parfum-Flakon. Über
50 Prozent aller Männer benutzen - zumindest ab und zu
- Parfum, immerhin 30 Prozent mehr als ein Mal die Woche und
13 Prozent sogar täglich. Je höher das Einkommen,
desto häufiger.
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Das geht
ins Geld. Mehr als 500 Millionen Mark werden im Jahr schätzungsweise
für Männerdüfte ausgegeben. Mittlerweile scheut
sich auch der Mann nicht mehr, einen Termin bei der Kosmetikerin
zu vereinbaren. Warum auch nicht? Männer
werden immer selbstbewusster, was Mode und Körperpflege
betrifft. Sie wollen gepflegt sein und angenehm duften - das
erhöht ihre Chancen bei den Frauen, wie es die Werbung
uns so schön zeigt. Der
moderne
Mann wartet nicht, bis die Ehefrau oder Freundin ihm ein Herrenduft
schenkt, er geht zielbewußt in die Parfumerie
und lässt sich beraten, welcher Duft zu ihm passt.

Der moderne
Geschäftsmann, der auf internationalem Parkett zu Hause
ist, hat längst erkannt, dass auch er eine Haut hat, die
der Pflege bedarf. Gründliche Hautreinigung, Peeling und
Pflegecremes und Parfum sind für ihn eine Selbstver- ständlichkeit
und er schätzt die entspannende Atmosphäre im Kosmetiksalon.
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Natürlich
gibt es auch heute noch Exemplare dieser Gattung, die
glauben, der einzige Duft, nach dem sie riechen sollten,
sei Männerschweiss. Aber das betrifft wohl eher den
Bauarbeiter oder Fernfahrer und nicht den dynamischen,
selbstbewussten Karrieretyp.
Wenn
man der Werbung glauben darf, dann finden Frauen Männer,
die gut duften, unwiderstehlich. Herrenparfum und Körperbewusstsein
sind unzertrennlich, und so sieht man den Mann in der
Parfumwerbung oft in sexistischer Darstellung.
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